Mit den Augen von Amiaz Habtu:
Zurheide betritt „Die Höhle der Löwen!“

Amiaz Habtu

Ein Quantum Quote: Präsentiert von Amiaz Habtu baut „Die Höhle der Löwen“ ihre Spitzenposition aus. Im Zurheide-Interview gewährt der Kult-Moderator einen Blick hinter die Kulissen des erfolgreichsten Primetime-Eigenformats der Sendergeschichte von VOX. Und unsere Auszubildende Christin Brings fragte den Moderator, was sie immer schon über die Gründershow wissen wollte.

Die Deko steht, das Gatter zur Manege geht auf und ein Hoffnungsträger tritt ein: mal allein, meistens jedoch in gut gewappneter Kleingruppe. Diese ist bereit ihr Projekt mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Genau dazu kommt es auch: Denn die Entscheider sind keine geringeren als Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel und zählen zu den „Fat Cats“ der Wirtschaft. Ob der Kandidat am Ende scheitert oder glorreich triumphiert, eines ist gewiss: Sein Weg in „Die Höhle der Löwen“ führt an Amiaz Habtu vorbei. Der facettenreiche Medien-Profi moderiert 2017 auch die vierte Staffel der VOX-Gründershow. Selbstentwickler oder Selbstvermarkter, Macher oder Denker: Wie tickt der telegene Smalltalk-Star wirklich und welche Gedanken verbergen sich hinter seinem selbstironischen Lächeln? Zurheide wagte sich in die Arena der Ambitionen und förderte überraschende Antworten zutage.

Zurheide: Bestes Factual Entertainment trug der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ den deutschen Fernsehpreis ein. Macht Sie das als Moderator auch ein wenig stolz?

Amiaz Habtu: Wer mich kennt, weiß, dass ich relativ bodenständig bin und nicht so schnell abhebe. Ich bin dann eher derjenige, der sich bedankt, bei so einem Format mitwirken zu dürfen.

Damals war es für Sie eine Entscheidung zwischen zwei extrem reizvollen Engagements …

Ich hatte ja zuvor schon eine eigene Sendung bei VOX, das Straßenquiz („Wer-weiß-es“; „Wer-weiß-es-nicht“) und nun die Qual der Wahl zwischen zwei megageilen Optionen: Sollte ich für „Sing meinen Song“ nach Südafrika fliegen oder „Die Höhle der Löwen“ betreten? Beides neue Formate, bei denen der Erfolg des einen und des anderen nicht vorhersehbar war.

Wofür Sie als Betriebswirt ja auch den wirtschaftlichen Background mitbringen. Fühlen Sie sich als ausgleichende Kraft oder als Dompteur in dieser Manege der Top-Manager?

Ich sehe mich als guter Zuhörer, denn der Gründer steht im Mittelpunkt und teilt seine Erwartungen, Hoffnungen, später auch die Freude oder Enttäuschung mit mir. Es ist ja streng genommen keine Manege und doch Adrenalin pur für die Kandidaten sich vor so ein hochkarätiges Investoren-Team zu stellen. Deshalb versuche ich ihnen vor allem die Angst zu nehmen und lerne auf diese Weise viele interessante Persönlichkeiten kennen.

Sind Sie sich nicht vorher schon oft am Set begegnet?

Ich weiß zwar, welche Startups kommen, lerne sie aber erst vor der Kamera kennen. Darauf bereite ich mich akribisch vor. Es sind nur die Löwen, die gar nichts wissen.

Der Kulissenaufbau verrät ihnen schon ein paar Dinge …

Die Kulissen laden zur Spekulation ein, Absprachen gibt es jedoch keine. Allenfalls wird eine Präsentation manchmal zusammengeschnitten, um in die Sendezeit zu passen. Wie zuletzt der Pitch für den Popcorn-Loop: Die Gründer waren schon in der zweiten Staffel dabei, da wurde nur ihr Wiederbesuch in der vierten neu gedreht.

Und wie ist das so mit Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel? Folgt diesem Link: https://www.zurheide-kaffee.de/amiaz-habtu/

Foto: Stefan Neumann