„Der richtige Dreh“ oder: „Wie aus Newbies Megaazubis werden“

Harte Cuts, coole Stunts, spontane Showeinlagen – manchmal auch das Gefühl, im falschen Film zu sein: Unsere Azubis berichten aus ihrem Alltag und setzen ein Karriere-Kopfkino frei. Kamera, Licht, Action! 😊

GROSSES KINO / BLOG-BUSTER

Marius Hopp, Megaazubi-Finalist: „Du ziehst dein Ding durch. Der Rest ist Makulatur!“
Als ich mich gemeinsam mit Omana Hirkic in der Vorrunde des großen Megaazubi-Finales der Edeka National durchsetzen konnte, hieß es: „Wieder zwei neue Senkrechtstarter aus der Talentschmiede von Zurheide!“. Andere meinten: „Die zwei sind einfach nur Glückspilze.“ Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wir waren eben sehr gut vorbereitet. Glück und etwas Grips sind bei sowas natürlich auch im Spiel. Pokal hier, Besten-Ehrung dort: Auszeichnungen von Edeka oder der IHK sind ja gut und schön. Und wir Zurheide-Azubis räumen ziemlich viele ab. Aber ehrlich: In der Hektik des Tagesgeschäftes denkst du nicht daran. Du willst einfach einen guten Job machen. Nicht im Alleingang, das funktioniert nur im Team. Früher haben die Leute den ganzen Tag monoton malocht, um dann erst nach Feierabend oder bestenfalls im Urlaub aufzuleben. Heute ist das anders: Die meisten in meinem Alter wollen schon während der Arbeit gut drauf sein. Spaß haben. Interessante Aufgaben bewältigen. Wie diese Ausstellung von Dieter Orzechowski, die ich kurzerhand mitten im Markt organisieren durfte, Blog-Interview mit dem Künstler inklusive. So waren alle gleich im Bilde! 😉

ACTION / EMOTION

Dustin Kaldewey, Bottroper Einser-Kandidat: „Klar waren wir stolz. Aber the Show must go on!“
Ein Einser vor dem Komma, wie ihn Tobias Topheide und ich bei unserer Abschlussprüfung erzielten, macht natürlich erstmal stolz. Zuerst die Edeka- und IHK-Bestenehrung, dann die frühe Verantwortung mit eigener Abteilung im ersten, zweiten Lehrjahr: Da denkst du dir: ´Wow, ich bin ja echt ganz vorn mit dabei!´ Das Coolste ist aber, wie offen unser Bildungssystem ist. Betriebliche und akademische Ausbildung stehen heute gleichwertig nebeneinander. Es bereitet mir Freude, auch andere Bottroper Azubis in diesem Sinne zu fördern. Manchmal werde ich gefragt, wie es mir und Tobias gelungen ist von jetzt auf gleich die Charts der Edeka Rhein-Ruhr zu stürmen. Dann sage ich: „Motivation, Teamgeist, gute Ausbilder. Aber macht mal halblang: Meine Laufbahn hat doch auch erst gerade begonnen!“ Als stellvertretender Abteilungsleiter der Obst- und Gemüse-Abteilung gewinne ich täglich neue Einblicke in die Aufgaben-Verteilung der Marktleitung, die ich oft unterstütze. Da will ich hin.
Eigentlich gibt´s bei uns Movie-Material satt: Der Edeka LiveContest 2017 für das Megaazubi-Quiz hat zum Beispiel schon begonnen. Um dich 2017 für das Finale in Weimar zu qualifizieren, brauchst du starke Nerven. Manchmal ziehen dann trotzdem andere an dir vorbei. Das sehe ich sportlich. Mein Erfolgstipp: „Learning by doing“ – idealer Weise „from the Best“.

MOMENT 4 LIFE – MUSICAL.LY

Yvonne Gottschlich: „Gemeinsam verkaufen wir Lebensmittel, doch was uns wirklich ausmacht, ist der Spirit dahinter!“
Gebeten, diesen Musical.ly-Gig beizusteuern, habe ich spontan zugesagt. Dann kamen erstmal besorgte Nachfragen der Redaktion: „Möchten Sie das auch wirklich? Sie können jederzeit zurück!“ Aber ich war cool damit: „Hey, kein Ding!“ In der Arbeitswelt gibt´s Performer und Non-Performer. Und dann gibt´s die stillen Stars, die zwar geniale Sachen abliefern, jedoch lieber hinter ihrer Leistung zurücktreten. In mir steckt eine Entertainerin: Da gibt´s dann für mich kein Zurückhalten mehr. Wenn du als Finalistin beim Edeka-Quiz auf den Buzzer drückst, überlegst du ja auch nicht lange. Du hast es einfach drauf.
Mir war klar, dass ich die Rapperin, Songwriterin und Schauspielerin Nicki Minaj synchronisieren würde: Sie geht aufs Ganze, erfindet sich täglich neu und wird beruflich langsam erwachsen: genau wie ich. Meine Wahl fiel auf „Moment 4 Life“(feat. Drake), weil der Songtext mein Lebensgefühl widerspiegelt: Jetzt ist der Moment, singt sie, die Krone zu erringen, dich wie ein King zu fühlen und sogar Goliath zu besiegen, aber: „I couldn´t do it all alone, we!“

 

IM RAUSCH DER STERNE

Jil Berres, 2. Lehrjahr: „Du kreierst Blumenkohleis oder andere Finessen – Seite an Seite mit Christian Bau!“
Die Sterne in der Haute Cuisine fallen nicht vom Himmel. Sie wollen erarbeitet werden, darin liegt für mich der Reiz. Küchenchefs gehen generell etwas sparsam mit Lob um. Das war bei Zurheide nicht so: Wir Koch-Azubis wurden von Anfang an unterstützt und gefördert. Hast du was auf der Pfanne, gibt´s auch Anerkennung und ein gutes Feedback, deine Arbeit wird gesehen. Wenn´s so richtig heiß hergeht, stehst du natürlich auch schon mal ´Gewehr bei Fuß´ und arbeitest den Kollegen zu. Denn eine Küchenbrigade muss perfekt funktionieren, alle Aufgaben sind verzahnt: Da gibt´s den Maître de Cuisine und seinen Stellvertreter, den Souschef. Den Chef de Partie, den Demi Chef de Partie, den Jungkoch oder „Commis de Cuisine“, viele Beiköche und Küchenhilfen, Kaltmamsells, Hors d’oeuvriers und Konditoren. Und mich, die „Apprentise“. Auf dem Gourmet Festival stand ich sogar schon mit Christian Bau am Herd. So einem Sternekoch über die Schulter schauen und zeitweise Teil seines Teams zu sein, ist schon cool. Da ist alles perfekt koordiniert und aufeinander abgestimmt, nichts wird dem Zufall überlassen. Hinzu kommt so ein „Red Carpet“-Gefühl, wenn die Kameras klicken. Aber die Konzentration hält dich auf dem Teppich, und damit meine ich nicht den roten. Andererseits: The Sky the Limit! 😉

MYSTERY/ FANTASY

Azubi Anonymous: „Wenn du eine Zitrone erwischt, lässt sich daraus immer noch Limonade machen!“
Das Leben ist wie ein Rubbellos: Du weißt nie, ob du nicht etwas freirubbelst, was dich glücklich macht – eine schöne Reise, ein Auto oder endlich eine gute Arbeit. So war das nämlich mit mir und Zurheide. Wenn ihr mich heute seht, würdet ihr nie darauf kommen, dass ich früher etwas langsam war, besonders in der Schule. Ich brauchte häufig Stützunterricht und etwas länger für manche Aufgaben. Deshalb habe ich nicht sofort einen Ausbildungsplatz gefunden. Aber bei Zurheide bekommt jeder eine Chance, der sich wirklich Mühe gibt. Und das Beste: Die können Sachen so erklären, dass ich sie verstehe. Es klingt immer ein wenig gewollt, wenn man sagt, man liebt Lebensmittel. Aber ich tue das wirklich. Nehmen wir zum Beispiel die Zitrone: Unter den Südfrüchten gefällt sie mir am besten, weil sie auf immergrünen Bäumen wächst, aus fernen Ländern kommt und mit der Sonne wandert. Du kannst sie als Gelee oder Konfitüre einmachen, in Desserts oder Törtchen verarbeiten, an Cocktails stecken, auf Lachs träufeln, als Dekoration verwenden oder der Zitruspresse damit so richtig Saures geben. Es gibt Limonen oder Limetten, die Sorten Verna, Berna, Eureka, Lunario, Berna, extragroße Amalfi, Volkamer Zitronen und die leicht bittere Kaiserzitrone Citrus Lipo, sogar welche mit gescheckten Blättern. Und Zitronen, die keine Zitronen sind oder gar nicht aussehen wie Zitronen: wie die Pomelo, die antike Zedrat oder „Buddhas Hand“ mit lauter Fingern oder rote Pigmenta- Zitronen. Dann gibt´s noch die Citrus Meyeri, gekreuzt mit Mandarinen, Clementinen oder Süßorangen. Das ist jetzt glaub´ ich erst mal alles. Eins noch: Wenn ihr im Leben mal eine Zitrone erwischt, könnt ihr daraus immer noch Limonade machen – und allen eine Freude!

FLASH-BACK

Der Traumjob ist gekapert, der erste Arbeitstag angebrochen. Als Zauberlehrling von Zurheide ist das Debut „wie aus dem Ei gepellt“: blankgeputzte Schuhe, gebügelter Kragen, nettes Lächeln. Sowie ein kleiner Jagdgedanke: 6000 Quadratmeter allein auf unserem Düsseldorfer Flaggschiff – ready to enter. Cut!
Man ist da, vielleicht schon eine Woche. Doch richtig angekommen ist man noch nicht: Jede Abteilung imponiert als Mikrokosmos für sich – mit wechselnder Landkarte, Umlaufbahn und immer neuen Spielregeln, Gesetzmäßigkeiten. Pasta und Kaffee beanspruchen je eine Manufaktur, Kuchen & Konfekt eine Patisserie, Käse gar einen eigenen Cheeseroom. Das Obstparadies ist ein Sündenfall für sich, mit Exoten aller Farben und Formen, die im Laufe der Lehre erkannt und benannt werden wollen. Die Beauty-Lounge erinnert an ein galaktisches Forschungslabor: an die 3000 Produkte, sternförmig angeordnet, flankiert von multimedialen Assistenten. Ganz zu schweigen von den TV-Köchen, deren Umlaufbahn man auf den Food-Galas teilt. Ehe man sich versieht, wird man mitgerissen, gerät in einen Sog aus Gesichtern, Ideen, Projekten. Spürt den Zusammenhalt. Sehnt sich vielleicht nach Zugehörigkeit.
Denn in der Arbeitswelt der Zukunft ist die Familie überall: Aus Kollegen werden Freunde, Seelenverwandte, Kreativ-Partner. Soll der Einkauf zum Ereignis werden, hat jedes Event sein eigenes Setting, schreibt jede Aktion ihr eigenes Drehbuch, wird das Verkaufsgespräch zur kreativen Leistungsschau. Lampenfieber? Da hilft nur eins: Make your own Movie!

TEXT + KONZEPT: DR. C. ROOSEN

Coming Soon: „Newbies interviewen New Media Stars“ – Yvonne Gottschlich talkt mit „The Lost Boy“ Michael Späth!

MOMENT(S) 4 LIFE

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